Kürbiskernextrakt bei Blasenschwäche und Prostatahyperplasie

 

Das Problem der Harninkontinenz ist infolge der besonderen anatomischen Gegebenheiten und  Risikofaktoren wie Schwangerschaft und Geburt speziell bei Frauen weit verbreitet. Bei Männern  wiederum tritt die benigne Prostata-Hyperplasie mit zunehmendem Alter sehr häufig auf. Die  Einnahmeakzeptanz für pflanzliche Produkte ist in beiden Fällen groß, da diese im Allgemeinen durch  eine gute Verträglichkeit gekennzeichnet sind.

Weit verbreitete Beschwerden

  • Schätzungen zufolge leidet im Verlauf des Lebens etwa jede 4. Frau (und etwa jeder 10. Mann) an Harninkontinenz oder Blasenschwäche. Das Risiko für diese Beschwerdebilder steigt allgemein mit zunehmendem Alter an. Allerdings sind auf häufig jüngere Frauen betroffen.
  • Die benigne Prostatahyperplasie tritt am dem 6. Lebensjahrzehnt bei rund 50% aller Männer auf, die Häufigkeit des Auftretens steigt sogar bis über 90% im 9. Lebensjahrzehnt.

 

Kürbis - traditionsreich und gut erforscht

In der Phytopharmazie kommen bei den beschriebenen Beschwerden Kürbissamen zum Einsatz. Sie wurden bereits im 17. Jahrhundert angewendet. Inzwischen sind die Inhaltsstoffe der vielsamigen Beerenfrucht gut erforscht. In zwei Humansstudien konnte die Wirkung eines speziellen Kürbiskernextrakts (EFLA®940) bei Stressinkontinenz nachgewiesen werden. Bereits nach einer 2-wöchigen Anwendung ließen sich die täglichen Inkontinenzepisoden um etwa 60%, nach 6 wochen sogar um 80% - bei guter Verträglichkeit - verringern.

 

Wirkmechanismen bei der Frau und beim Mann

Spezielle hydrophile Wirkstoffe haben eine stärkende Wirkung auf die Beckenboden- und Blasenmuskulatur. Für den lipidfreien Kürbiskernextrakt ist in vitro eine Hemmung der 5-alpha-Reduktase belegt. Dieses Enzym katalysiert bei Männern die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron, was die Anwendung dieses Spezialextraktes bei benigner Prostatahyperplasie sinnvoll erscheinen lässt.

Bei Frauen konnte in vitro durch diesen fettfreien Kürbiskernextrakt eine Hemmung der Aromastase nachgewiesen werden. Die damit erreichte verminderte Umwandlung von Testosteron in Östrogen hat einen kräftigenden Effekt auf die Muskulatur des weiblichen Beckenbodens und der Blase.

Obgleich diese Wirkprinzipien als vorrangig gelten, geht man davon aus, dass weitere Effektmechanismen und Sameninhaltsstoffe für den positiven Einfluss auf den Harnwegtrakt von Bedeutung sind. So sind beispielsweise auch antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften der Kürbissamen bekannt.

 

Quelle: Dr.Böhm

 

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